Gauselmann Gruppe übernimmt die Spielbanken in Niedersachsen

Die Gauselmann Gruppe hat die Spielbankzulassung in Niedersachsen erhalten und übernimmt ab September 2024 die zehn Casinos des Landes.

Sonja Çeven Datum: Lesedauer: min.
zuletzt aktualisiert: 20.11.2023

Gauselmann Gruppe übernimmt die Spielbanken in Niedersachsen

Die Gauselmann Gruppe hat die Spielbankzulassung in Niedersachsen erhalten und übernimmt ab September 2024 die zehn Casinos des Landes.

Inhaltsverzeichnis

    Die Gauselmann Gruppe hat die Spielbankzulassung für das Land Niedersachsen erhalten. Ab dem 1. September 2024 übernimmt der Glücksspiel-Konzern mit Sitz im nordrhein-westfälischen Espelkamp die zehn Spielbanken des benachbarten Bundeslandes. Über den derzeit von der Spielbanken Niedersachsen GmbH betriebenen Casinos soll künftig die Merkur-Sonne erstrahlen. 

    Wie das Unternehmen in seiner jüngsten Pressemitteilung berichtet, gelte die Zulassung zunächst für 15 Jahre. Laut Unternehmensgründer Paul Gauselmann sollen auch die Mitarbeiter der Casino-Standorte übernommen werden: 

    Nun gilt es im Herbst 2024, die niedersächsischen Spielbanken mit ihren rund 400 Mitarbeitern in unser Unternehmen zu integrieren und sie in der Merkur Welt willkommen zu heißen.

    Die Spielbanken befinden sich an den Standorten Bad Bentheim, Bad Pyrmont, Bad Zwischenahn, Braunschweig, Göttingen, Hannover, Norderney, Osnabrück, Seevetal und Wolfsburg.

    Bei sechs der Casinos handelt es sich um Automatencasinos, während in den Spielbanken Braunschweig, Bad Zwischenahn, Hannover und Osnabrück auch Tischspiele wie Roulette, Blackjack und Poker zur Verfügung stehen. 

    Die aktuelle Betreiberin der zehn Standorte, die Spielbanken Niedersachsen GmbH, ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Casinos Austria International GmbH (CAI). Bei der CAI handelt es sich um den internationalen Arm des österreichischen Glücksspiel-Riesen Casinos Austria AG (CASAG).

    Gauselmann: Weitreichende Expansion in nur wenigen Jahren

    Die Expansion der Gauselmann Gruppe erreicht damit ein neues Level. Erst 2021 übernahm der Konzern die vier staatlich konzessionierten Spielbanken in Nordrhein-Westfalen. Das Land hatte 2018 die Privatisierung der Casinos unter der Leitung von WestSpiel beschlossen. Betroffen waren auch die WestSpiel-Spielbanken in Bremen und Bremerhaven, die Anfang 2022 dann von Lotto Bremen übernommen wurden. 

    Gauselmann konnte sich im Rennen um die Spielbanken-Konzession gegen den österreichischen Konzern Novomatic durchsetzen und erhielt im Juli 2021 den Zuschlag. Zudem wurde dem Unternehmen ermöglicht, zwei weitere Standorte in NRW zu eröffnen. Im Mai 2023 konnte dann die neue Merkur-Spielbank in Monheim am Rhein eröffnen. Einen sechsten Standort in NRW gibt es noch nicht. 

    Insgesamt betreibt die Gauselmann Gruppe aktuell 15 Spielbanken in Deutschland, die sich neben NRW in Sachsen-Anhalt, Berlin und Rheinland-Pfalz befinden. Mit den zehn Spielbanken in Niedersachsen befinden sich demnach ab nächstem Jahr insgesamt 25 Casinos unter der Leitung Gauselmanns. Zudem gibt es deutschlandweit mehrere Hundert Merkur-Spielhallen mit Spielautomaten.

    Eine vielversprechende Zukunft in Niedersachsen

    Der Erhalt der Spielbankzulassung in Niedersachsen sei „ein weiterer Beleg für die herausragende Expertise der Gauselmann Gruppe im Betrieb von Spielbanken”, heißt es in der Pressemeldung. Der Konzern habe sich auch dank seiner wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit, seiner finanziellen Stabilität und der hohen Qualität des Betreiberkonzepts durchsetzen können. 

    Wie David Schnabel, der Geschäftsführer der Merkur-Spielbanken, erläutert, werde nicht nur das Unternehmen, sondern auch die Spielbanken in Niedersachsen von der Übernahme profitieren: 

    Mit der Übernahme der nordrhein-westfälischen Spielbanken im Jahr 2021 haben wir eindrucksvoll bewiesen, dass wir in der Lage sind, das Spiel- und Serviceangebot in Rekordzeit neu auszurichten, bestehende Arbeitsplätze zu sichern, neue zu schaffen und ihre Attraktivität sogar zu erhöhen. Ich bin mir sicher, dass es uns auch in Niedersachsen gelingen wird, neue Maßstäbe zu setzen und unsere Erfolgsgeschichte mit den dortigen Spielbanken fortzuschreiben.

    Das Unternehmen habe sein Spielbanken-Konzept in den letzten Jahren stetig weiter optimiert, so Schnabel weiter. In Niedersachsen solle das Konzept künftig „mit dem Know-how unserer neuen Kollegen” perfektioniert werden. Dies sei „eine erfolgversprechende Perspektive und ein wichtiger Impuls für die Zukunft.“

    Der gewissenhafte Spieler- und Jugendschutz sowie der gesetzlich festgeschriebene Kanalisierungsauftrag stehe an allen Merkur-Standorten auch weiterhin an oberster Stelle. Die Merkur Spielbanken hätten in dieser Hinsicht auch schon mehrmals internationale Auszeichnungen erhalten.

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